Merken Manchmal braucht man einfach etwas Schnelles, das trotzdem schmeckt, als hätte man sich Mühe gegeben. An einem besonders hektischen Mittwoch stand ich in der Küche, der Magen knurrte, und im Schrank warteten zwei Dosen Thunfisch. Statt der üblichen langweiligen Variante mit zu viel Mayo griff ich zur Sriracha-Flasche und dachte mir: Warum nicht? Das Ergebnis war so gut, dass ich am nächsten Tag absichtlich nichts anderes eingekauft habe. Seitdem ist dieser pikante Thunfischsalat meine Geheimwaffe, wenn keine Zeit bleibt, aber der Geschmack nicht leiden darf.
Meine Schwester kam einmal unangemeldet vorbei, hungrig und skeptisch, als sie mich mit einer Dose Thunfisch hantieren sah. Ich habe ihr einfach einen Löffel von diesem Salat hingehalten, ohne viel zu sagen. Sie schaute erst misstrauisch, dann überrascht, dann verschwand die halbe Schüssel. Seitdem schickt sie mir Fotos, wenn sie ihn selbst macht, meist mit der Nachricht: Hab mehr Sriracha genommen. Das ist genau die Art von Rezept, die man weitergibt, weil es so einfach und doch so befriedigend ist.
Zutaten
- 2 Dosen Thunfisch in Wasser (je 140 g), abgetropft: Thunfisch in Öl macht den Salat zu fettig, in Wasser bleibt er leicht und nimmt das Dressing besser auf.
- 2 Frühlingszwiebeln, dünn geschnitten: Sie bringen frische Schärfe ohne die aufdringliche Zwiebelnote, schneide sie bis ins Grüne für mehr Farbe.
- 1 Stange Sellerie, fein gewürfelt (optional): Der Knack ist wichtig, er gibt Textur und verhindert, dass alles zu breiig wird.
- 3 EL Mayonnaise: Die Basis, die alles zusammenhält, nicht sparen, sonst wird es trocken.
- 2 TL Sriracha oder andere scharfe Sauce: Hier beginnt der Spaß, fang vorsichtig an, du kannst immer mehr dazugeben.
- 1 EL frischer Zitronensaft: Hebt alles auf ein frischeres Level und schneidet durch die Cremigkeit.
- 1 TL Dijon-Senf: Gibt eine subtile Tiefe, die man nicht direkt schmeckt, aber vermissen würde.
- 1/4 TL Knoblauchpulver: Frischer Knoblauch wäre zu dominant, das Pulver schmiegt sich sanft ein.
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, nach Geschmack: Nicht vergessen zu probieren, Thunfisch braucht oft mehr Salz, als man denkt.
- 1 EL gehackte frische Petersilie oder Koriander (optional): Für die, die es gerne grün und aromatisch mögen.
- Zitronenspalten zum Servieren: Ein extra Spritzer beim Essen macht jedes Mal einen Unterschied.
Anleitung
- Dressing anrühren:
- In einer mittelgroßen Schüssel Mayonnaise, Sriracha, Zitronensaft, Dijon-Senf, Knoblauchpulver, Salz und Pfeffer mit einer Gabel verquirlen, bis alles glatt ist. Es sollte leicht cremig aussehen und schon ein bisschen nach Abenteuer riechen.
- Thunfisch unterheben:
- Den abgetropften Thunfisch, die Frühlingszwiebeln und den Sellerie dazugeben und vorsichtig untermischen, bis jeder Bissen mit dem würzigen Dressing überzogen ist. Nicht zu wild rühren, der Thunfisch darf ruhig etwas Struktur behalten.
- Abschmecken und anpassen:
- Probier jetzt und entscheide: mehr Zitrone für Frische, mehr Sriracha für Feuer, eine Prise Salz für Balance. Das ist dein Moment, das Rezept zu deinem zu machen.
- Servieren oder kühlen:
- Sofort genießen mit frischen Kräutern und Zitronenspalten, oder für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit sich die Aromen richtig entfalten können. Beides funktioniert, aber gekühlt schmeckt es noch einen Tick intensiver.
Merken Einmal habe ich diesen Salat zu einem Picknick mitgebracht, einfach in einer Tupperdose mit ein paar Salatblättern zum Einwickeln. Alle hatten aufwendige Sachen vorbereitet, und ich dachte schon, mein simpler Thunfisch würde untergehen. Stattdessen standen plötzlich alle um meine Dose herum, wickelten sich Portionen in die Blätter und fragten nach dem Rezept. Manchmal sind es genau diese unkomplizierten Dinge, die am meisten hängen bleiben.
Serviervorschläge
Dieser Salat ist wie ein Chamäleon in der Küche. Auf geröstetem Sauerteigbrot wird er zum schnellen Mittagessen, in Wraps mit knackigem Eisbergsalat zur leichten Mahlzeit für unterwegs. Ich liebe ihn auch einfach auf Reiswaffeln oder mit Crackern als spontanen Snack. Manchmal löffle ich ihn direkt aus der Schüssel, während ich am Herd stehe und auf etwas anderes warte. Die Vielseitigkeit macht ihn zum perfekten Begleiter für faule Tage und kreative Momente gleichermaßen.
Variationen und Anpassungen
Wenn du es leichter magst, ersetze die Mayonnaise durch griechischen Joghurt, das macht den Salat fast schon gesund, ohne auf Cremigkeit zu verzichten. Für mehr Crunch kannst du gewürfelte Gurke, rote Zwiebel oder Paprika untermischen. Einmal habe ich aus Versehen zu viel Limette statt Zitrone genommen und fand es so gut, dass ich es jetzt öfter mache. Avocadowürfel machen ihn noch sättigender, und wer es richtig scharf mag, streut am Ende noch ein paar Chiliflocken drüber.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Im Kühlschrank hält sich der Salat problemlos zwei bis drei Tage in einem luftdichten Behälter. Ehrlich gesagt schmeckt er am zweiten Tag sogar besser, weil sich die Aromen richtig miteinander verbinden. Falls er etwas trocken geworden ist, rühre einfach einen Esslöffel Zitronensaft oder etwas Olivenöl unter. Einfrieren würde ich ihn nicht, die Konsistenz leidet und die Mayo trennt sich.
- Immer in einem verschlossenen Behälter aufbewahren, damit kein Fischgeruch den Kühlschrank übernimmt.
- Vor dem Servieren nochmal durchrühren und bei Bedarf nachwürzen.
- Perfekt zum Vorbereiten für die Woche, einfach morgens eine Portion rausholen und losschlemmen.
Merken Am Ende ist dieser Thunfischsalat genau das, was gutes Essen sein sollte: einfach, ehrlich und immer ein bisschen besser, als man erwartet hätte. Mach ihn zu deinem, probiere herum und genieß den Moment, in dem aus einer Dose etwas richtig Leckeres wird.